SG Leutershausen: Punkteteilung im Derby gegen Großsachsen

Das Handball-Derby in Hirschberg zwischen Leutershausen und Großsachsen in der 3. Liga Ost hielt das, was es versprach: Es war eine hochspannende, aber faire Begegnung, in der sich sowohl die SGL als auch der TVG am Ende mit einer Punkteteilung zufrieden geben musste. Das 21:21-Unentschieden war verdient, auch wenn für beide Teams ein doppelter Punktgewinn möglich gewesen wäre.

„Letztendlich war das okay so“, sagte Mark Wetzel, der Sportliche Leiter der Roten, nachdem sich die Gemüter bereits wieder beruhigt hatten: „Wir haben ein schönes, faires Derby gesehen.“ Denn auch wenn sich SGL-Abwehrchef Manel Cirac und TVG-Kreisläufer Simon Reisig fast permanent hitzige Zweikämpfe lieferten, kochte die Stimmung in der mit 1100 Zuschauern restlos ausverkauften Heinrich-Beck-Halle niemals über. Es ging umkämpft eng zu, wie man das bei einem Derby gewohnt ist – deshalb schaffte es auch keine der beiden Mannschaften, sich final eine Führung herauszuspielen, die dafür reichte, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Mal führte Großsachsen, mal führte Leutershausen – symptomatisch, dass es mit Abpfiff keine Führung mehr geben sollte. „Wir sind irgendwie glücklich über den Punkt, aber auch irgendwie enttäuscht“, brachte es Linksaußen Gianluca Pauli auf den Punkt. Er war gerade vom Siebenmeterstrich nervenstark und kam am Ende insgesamt auf acht Tore. Dass aber Paulis Treffer zum 21:17 – acht Minuten vor Spielende – zeitgleich der letzte für Leutershausen in diesem Spiel sein sollte, spricht für ein bemerkenswertes Comeback der Großsachsener Gäste. Einmal mehr war es Linkshänder Jan Triebskorn, der in dieser Phase überragte und wichtige Tore erzielen konnte. Gleichzeitig stockte der Leutershausener Angriff.

„Großsachsen hat ein gutes Spiel gemacht“, urteilte SGL-Cheftrainer Frank Schmitt, der an diesem Sonntag seinen Geburtstag feiert. Man habe einige Chancen gehabt, die Begegnung früher für sich zu entscheiden, habe diese aber nicht genutzt: „Deshalb ist das Unentschieden dann verdient.“

Weil sich Mittelmann Philipp Jaeger bereits in der zweiten Spielminute am rechten Fuß verletzte und von zwei Mitspielern vom Feld getragen werden musste, waren die weiteren Optionen von Chefcoach Schmitt begrenzt: Also ließ er seinen Kapitän Niklas Ruß als Spielgestalter auflaufen und brachte Pauli auf der linken Außenbahn. Es klappte mal gut, mal weniger gut.

„Beide Abwehrreihen standen heute extrem gut, unsere Chancenverwertung war ausbaufähig“, sagte TVG-Trainer Stefan Pohl: „In unserer Situation ist dieser Punkt aber extrem viel wert.“ (sgl/beh)