SGL: Chancenlos in Bittenfeld

Bittenfeld (msc). 20 mal landete der Ball im Tor der SG Leutershausen, lediglich sieben Treffer konnten die „Roten Teufel“ selbst erzielen – der erste Spielabschnitt war aus Sicht der Rot-Weißen kein angenehmes Unterfangen. In der zweiten Hälfte nahm der TV Bittenfeld etwas Tempo aus dem Spiel, die SGL konnte an der Niederlage dennoch nichts mehr ändern. Am Ende stand für die Bergsträßer eine herbe 22:32 (7:20)-Pleite auf der Anzeigetafel. Bittenfeld muss nun auf einen Punktgewinn des HC Empor Rostock gegen den Mitkonkurrenten aus Bietigheim hoffen, um sich auch in den letzten beiden Spieltagen noch leise Hoffnungen auf einen Aufstiegsplatz machen zu können.
Die ersten sechs Spielminuten hatten sich die Gäste sicherlich anders vorgestellt. Der TVB ging schnell mit fünf Toren in Führung, während die SGL zwar keine Treffer oder Paraden, dafür aber technische Fehler, Fahrkarten und Aluminiumkracher vorzuweisen hatten. Die erste gelungene Aktion Leutershausens war ein gehaltener Wurf von Hübe gegen Tobias Schimmelbauer – nach über sechs Minuten. Das erste Tor der Rothemden besorgte kurz danach Benjamin Prestel, eine weitere Hübe-Parade folgte. Dann ein Siebenmeter: die Chance die verkorkste Anfangsphase wieder etwas zurecht zu biegen. Dragan Jerkovic, Keeper des TV Bittenfeld, hatte allerdings etwas dagegen und parierte. Zu allem Überfluss dann noch ein Gegenstoßtor durch Dominik Weiß. Der nächste Gäste-Angriff endete wieder in einem Siebenmeter – diesmal durfte Außenstürmer Pascal Durak ran. Treffer, 6:2. Dann legten die Hausherren los: ein fulminanter 4:0-Lauf ließ das Ergebnis auf 10:2 anwachsen. Es war eine Art Vorentscheidung, obwohl erst 13 Minuten absolviert waren. Den acht Tore Rückstand stellte Kapitän Jochen Geppert in der 22.Minuten mit seinem Treffer zum 14:6 wieder her, danach wurde es aus Sicht der „Roten Teufel“ noch schlimmer. Bittenfeld startete einen erneuten 4:0-Lauf und erhöhte auf 18:6. Geppert unterbracht den Lauf mit einem weiteren Treffer, dann legten die Gastgeber wieder  zwei Tore drauf. Zur Pause stand es 20:7.
Die zweite Hälfte begann aus Sicht der Rothemden besser, Kai Dippe erzielte ein Tor, Sebastian Ullrich parierte im Anschluss, dann durfte Durak wieder einnetzen. Bis zur 38.Minuten kämpften sich die Gäste immerhin auf ein 22:13 heran. Bisher konnten die Bergsträßer nur einen Punkt in den Fremde holen. Das sich an dieser Ausbeute heute nichts ändern würde war zu diesem Zeitpunkt bereits klar. Die 1.783 Zuschauer in der Stuttgarter Scharrena machten begeistert die Welle für ihre „Wild Boys“, die SGL versuchte die Niederlage auf der vorletzten Station ihrer Abschiedstournee in Grenzen zu halten. In der 43.Minute erzielte Christopher Räpple das 23:15, nur noch acht Tore Rückstand für die SG Leutershausen – das Ergebnis wurde erträglicher. Fünf Minuten vor Spielende erzielte Philipp Schulz sogar das 27:20, das den Vorsprung der Hausherren auf sieben Treffer schrumpfen ließ. Das letzte Gästetor erzielte wiederum Räpple. Drei Minuten vor Spielschluss stand es 29:22. Die letzten Minuten der Partie erinnerten dann wieder an die Anfangsphase. Ein technischer Fehler, ein Ballverlust und eine Parade des TVB-Keppers standen drei Tore der „Wild Boys“ gegenüber. Die zweite Halbzeit gewannen die „Roten Teufel“ zwar letztlich mit 15:12, das Endergebnis blieb allerdings dennoch deutlich. Der TV Bittenfeld gewinnt verdient mit 32:22.