SGL: „Hammer-Spiel“ gegen Hamm

Die SG Leutershausen bleibt zu Hause ungeschlagen. Die „Roten Teufel“ haben in der 2. Handball-Bundesliga auch den ASV Hamm-Westfalen besiegt und wahren damit  ihre weiße Weste  in der heimischen Heinrich-Beck-Halle, 24:21 (10:13) der Endstand. „Das  war  ein  Hammer-Spiel“,  resümierte  SGL-Coach  Marc  Nagel,  „das  können  wir  jetzt genießen.“

Der ASV  startete  besser  in  die  Partie,  kam  zu  einfach  zum Torerfolg —  die  Konsequenz: Ein früher 1:3-Rückstand. Und auch im Angriff lief es nicht rund, nur zwei erzielte Tore nach sechs Minute, 2:6-Rückstand —Nagel rief seine Jungs zur ersten Auszeit zusammen. Doch es wurde nicht besser, die offensive ASV-Abwehr bereitete den „Roten Teufeln“ große Probleme, die Ballverluste häuften sich, 5:9 bereits nach zwölf Minuten. Die SGL kämpfte sich vor den Augen von Weltmeister Michael „Mimi“ Kraus zurück ins Spiel, Philipp Bauer zum 8:11. Die Abwehr wirkte nun aggressiver, auch die SGL-Rückraumschützen kamen besser  ins Spiel. Kurz vor der Halbzeit wurde dann auch noch ASV-Schlussmann Dennis Doden zum Faktor — mit einem 10:13-Rückstand ging es in die Kabine. „Das war  in den ersten 30 Minuten ein Klassenunterschied“, so Nagel,  „unter normalen Umständen hätten wir dieses Spiel nicht gewonnen.“

Die zweite Spielhälfte begannen die  „Roten Teufel“ besser, Valentin Spohn und Sascha Pfattheicher konnten auf 12:13 verkürzen  (32.). Der ASV ließ  nun  beste Torchancen  ungenutzt, Alexander Hübe  erwies  sich  als  starker Rückhalt.  Spohn zum umjubelten 14:14-Ausgleichstreffer  (35.). Das Spiel blieb knapp, Salger zum 16:16, Christopher  Räpple  kurz  darauf  zur  16:17-Führung.  Es  entwickelte  sich  eine  hektische  Schlussphase, zehn Minuten  vor Abpfiff  konnte  sich  die SGL  erstmals mit  drei Toren  absetzen — Salger  zum 22:19 (55.), Hübe zog dem ASV-Angriff den Zahn. „Hier hätten wir punkten müssen“, so Gästetrainer Nils Pfannenschmidt,  „wir  haben  die SGL wieder  zurück  ins Spiel  geholt —  aber wer  am Ende mit drei Toren führt, der gewinnt auch verdient.“ (tb/wg)