Sinsheim: Novum in der Bundesliga – Spiel von 1899 gegen Bayern wegen Hopp-Schmähungen zweimal unterbrochen

Das hat es in der Geschichte der Fußball-Bundesliga noch nicht gegeben: Die Bundesliga-Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem FC Bayern München ist wegen massiver Beleidigungen gegen Dietmar Hopp zweimal unterbrochen worden. Die Bayern-Fans hielten wiederholt entsprechende Plakate in die Höhe, so dass Schiedsrichter Christian Dingert die Partie aussetzte. Sämtliche Bayern-Offizielle um Trainer Hansi Flick und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sowie die Spieler eilten beim zweiten Vorfall zunächst vor die Kurve, sie redeten wild gestikulierend auf die Fans ein. Dingert schickte alle Spieler in die Kabine. Nachdem sie zurück aufs Feld kamen, nahmen sie den Wettbewerb nicht wieder auf, sondern schoben sich aus Protest gegen die Bayern-Fans lediglich den Ball gegenseitig zu und brachten so den Rest des Spiels über die Zeit (Bild oben).

Rummenigge war während der ersten Unterbrechung zu TSG-Mehrheitseigner Hopp auf die Ehrentribüne gegangen und hatte diesen in den Arm genommen. Die Bayern-Fans spielten mit dem Plakat auf eine Kollektivstrafe für die Fans von Borussia Dortmund an, die Hopp mehrere Male massiv beleidigt hatten und in den kommenden zwei Jahren deshalb nicht zu Auswärtsspielen nach Sinsheim reisen dürfen. Auch beim Spiel des BVB gegen den SC Freiburg kam es wegen Beleidigungen gegen Hopp zu einer Unterbrechung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit stimmten die Dortmunder Anhänger Schmähgesänge an. Deshalb ließ Schiedsrichter Robert Hartmann das Spiel für wenige Minuten unterbrechen und ordnete eine Stadiondurchsage an, in der mit Spielabbruch gedroht wurde. (mho/dpa)

Hinweis: Auf ein Bild des eigentlichen Schmähtransparents verzichten wir bewusst.