Sotschi: Tränen bei Nathalie Weinzierl nach Kür

Sotschi. Die Eiskunstläuferin Nathalie Weinzierl aus Mannheim hat bei den Olympischen Spielen ihr Niveau vom Vortag nicht halten können. Nach einer schwachen Kür fiel die deutsche Meisterin vom zehnten auf den 18. Platz (147,36) zurück.

Zur „Rhapsodie in Blue“ erwischte Weinzierl einen schwarzen Abend. Der 19jährigen gelang nur wenig, sie wurde von Minute zu Minute zögerlicher und konnte schon beim Verlassen des Eises die Tränen nicht mehr zurückhalten. „Das Einlaufen klappte noch gut, aber nach dem ersten Fehler habe ich angefangen zu denken. Und das tut mir auf dem Eis nie gut“, sagte die EM-Achte.

Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU), hatte das Malheur des Schützlings von Trainer Peter Sczypa voraus geahnt: „Vielleicht war das hier für sie noch eine Nummer zu groß. Sie ist schon etwas zurückhaltend aus der Kabine gekommen und auf’s Eis gegangen.“ Im Kurzprogramm am Mittwoch hatte die Pfälzerin noch starke Nerven bewiesen. Gehandiapt war Nathalie Weinzierl in der Vorbereitung der Spiele durch die gesundheitlichen Probleme ihres Trainers, der sie sechs Wochen lang nicht betreuen konnte. (wg)