Speyer: 225.000 Euro für Sicherheitskonzept für Historisches Museum der Pfalz

Das Historische Museum der Pfalz erhält eine Unterstützung von rund 225.000 Euro aus dem Programmteil „Neustart“ der rheinland-pfälzischen Landesregierung für die Umsetzung der durch die Corona-Pandemie nötigen Hygiene- und Schutzauflagen. Das teilt das Museum heute mit. Fast ein halbes Jahr hatte das Haus aufgrund der Pandemie geschlossen und wird am Samstag, 5. September, nach umfangreichen Umstrukturierungen wieder eröffnen. Museumsdirektor Alexander Schubert zeigte sich dankbar für die umfassende Förderung seitens des Landes. „Für das Museum bedeuteten die letzten sechs Monate eine große Härteprüfung, wie Schubert mitteilt. Im März musste das Haus mit den beiden Sonderausstellungen ‚Medicus‘ und ‚Der Grüffelo‘ schließen und auf Grund fehlender Einnahmen Kurzarbeit anmelden. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Kulturministerium ist nun die Wiedereröffnung möglich geworden“. Die Förderung von rund 225.000 Euro ermöglicht einen Museumsbesuch unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Die Museumsbesucher werden künftig mithilfe einer neu geschaffenen Wegeleitung durch das Haus geführt. Sie funktioniert nach dem Einbahnstraßenprinzip mit einem getrenntem Museumseingang und Ausgang, einer EDV-gestützten Besucherzählung, Abstandshaltern vor Kassen, Aufzügen und Sanitätsräumen. Gleichzeitig gilt eine Einlass- und Personenbegrenzung, die sich nach den aktuellsten Verordnungen richtet. Die Besucher müssen sich darauf einstellen, während ihres Museumsbesuchs bis auf weiteres einen Mund- und Nasenschutz zu tragen und den Mindestabstand zu anderen Besuchern einzuhalten. Damit die Besucher das Museum möglichst kontaktlos besuchen können, werden der Audioguide und die Medienanwendungen in der Ausstellung über WLAN mit dem eigenen Smartphone und dem eigenen mitgebrachten Kopfhörer abrufbar gemacht. Auch beim Kauf der Eintrittskarten empfiehlt das Museum die kontaktlose Variante über den Museumsonlineshop. Gleichzeitig können so Warteschlagen an der Museumskasse vermieden oder verkürzt werden. Da sich die gültigen Einlass- und Hygieneregeln kurzfristig ändern können, verweist das Haus auf seine Homepage als aktuelle Informationsquelle vor dem Ausstellungsbesuch. Die Medicus-Ausstellung thematisierte bereits vor ihrer Corona-Zwangspause, dass Atemschutzmasken, Luftreinigung, Abstandsgebote und Quarantäneregeln keine Erfindungen der Neuzeit sind, sondern schon vor hunderten von Jahren Ansteckungen vorbeugen sollten. „Während der Sommermonate wurde Rundgang um „Corona-Stationen“ erweitert, die sich auf unterschiedlichsten Ebenen dem Thema „Pandemie“ nähern.“ Gezeigt werden Exponate aus der jüngsten Vergangenheit darunter der Mundschutz von Noah Gordon, dem Autor des in der Ausstellung zitierten Bestseller-Romans „Der Medicus“. (asc)