Speyer: Ab Mai Sonderausstellung zur Aussöhnung mit Frankreich

Mit einer Sonderausstellung lotet das Historische Museum der Pfalz in Speyer vom 9. Mai an die Aussöhnung und Freundschaft mit dem französischen Nachbarn aus. Anlass der Schau „Rendezvous. Frankreichs Militär in der Pfalz 1945-1999“ ist der 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs am 8. Mai. Die Ausstellung zeigt bis 28. März 2021 seltene Fotodokumente und Exponate aus privaten und öffentlichen Sammlungen in Deutschland und Frankreich. „Bis 1945 standen sich die beiden Länder immer wieder feindlich gegenüber“, sagte Kurator Ludger Tekampe. Am Ende des Zweiten Weltkriegs sei die französische Armee als Sieger und Befreier vom Nationalsozialismus in die Pfalz gekommen. „Bis zum endgültigen Abzug 1999 bildeten die französischen Streitkräfte in der Pfalz einerseits eine abgeschlossene Gesellschaft, andererseits gab es mannigfaltige Berührungspunkte zwischen dem französischen Militär, zivilem Servicepersonal und der einheimischen Bevölkerung.“ Die regionalgeschichtliche Schau mit Bezug zur Weltgeschichte erinnert auf etwa 150 Quadratmetern auch daran, dass ab Mitte der 1950er Jahre Städtepartnerschaften geschlossen wurden, die das deutsch-französische Verhältnis auf bürgerschaftlicher Ebene verbesserten. Bis heute pflegen allein in der Pfalz mehr als 80 Städte und Gemeinden Partnerschaften mit einer französischen Kommune. „Nicht zuletzt sind aus den Begegnungen zwischen Deutschen und Franzosen lebenslange Freundschaften, Liebesbeziehungen und Ehen erwachsen, die das greifbarste Element eines friedfertigen Kulturkontaktes darstellen“, meinte Kurator Tekampe. (dpa/lrs/asc)