Speyer: Bernhard Vogel hätte gerne Helmut-Kohl-Straße an letzter Ruhestätte

Eine Straße in der Nähe des Grabs von Helmut Kohl sollte nach Ansicht seines langjährigen politischen Weggefährten Bernhard Vogel nach dem Altkanzler benannt werden. „Das fände ich am sinnvollsten“, sagte der ehemalige Regierungschef von Rheinland-Pfalz und Thüringen bei einem Besuch an der letzten Ruhestätte Kohls. Derzeit heißt die Straße Hirschgraben. „Sie ist nicht nach einem Mann benannt, sondern nach Hirsch“, sagte Vogel. Der 84-Jährige betonte, heutzutage werde darauf Rücksicht genommen, dass möglichst wenig Menschen ihre Adresse ändern müssten – und im Hirschgraben wohne kaum jemand. Der Postplatz mit all seinen Geschäften sei deswegen ungünstig. „Repräsentativer ist der Vorschlag am Rheinufer“, sagte Vogel, der in Speyer wohnt. „Nur da kommt niemand hin.“ Kohl war am 16. Juni in Ludwigshafen gestorben und wurde auf eigenen Wunsch auf dem Friedhof des Speyerer Domkapitels beigesetzt. Derzeit wird das Grab von einem Holzkreuz geziert und einem Holzüberbau sowie einem grünen Zaun geschützt. Vogel hofft, dass das Grab am Ende nicht aus einer großen Marmorplatte abgedeckt wird. „Ich bin Freund eines Grabs, in dem man etwas pflanzen kann.“ (dpa/lrs/asc)