Speyer: Bistum meldet Fortschritte bei der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals

Bei der Aufarbeitung des sexuellen Missbrauchs in der Kirche kommt das Bistum Speyer nach eigenen Angaben gut voran. So sei die Bereitschaft, auffällige Verhaltensweisen zu melden, deutlich gestiegen, teilte Generalvikar Andreas Sturm mit. Seit das Bistum im Jahr 2010 unabhängige Missbrauchsbeauftragte eingesetzt habe, seien 238 Verdachtsfälle überprüft worden. Bei etwa einem Drittel ergab sich der Verdacht aus einer Durchsicht aller Personalakten des Bistums bis ins Jahr 1912. Die Prüfung durch die Staatsanwaltschaft komme häufig zu dem Schluss, dass der Fall bereits verjährt ist, kein hinreichender Anfangsverdacht besteht oder es sich um Beobachtungen unterhalb der Schwelle einer strafrechtlichen Relevanz handelt, teilte das Bistum mit. An die strafrechtliche Ermittlung schließt sich eine kirchenrechtliche Aufarbeitung an. Seit 2010 seien sechs Priester mit dem Verbot belegt, Gemeindegottesdienste zu feiern oder sich Kindern und Jugendlichen zu nähern, hieß es.(mf/lrs)