Speyer: Corona-Pandemie lässt Zahl der Postsendungen in die Höhe schnellen

Der Boom bei Online-Bestellungen während der Corona-Pandemie hat die Zahl der Postsendungen in den Paketzentren in Rheinland-Pfalz sprunghaft steigen lassen. «In den ersten Monaten der Pandemie entwickelte sich die Menge exorbitant – mit Steigerungen von deutlich über 30 Prozent an einzelnen Tagen», sagte der Leiter des Paketzentrums Speyer, Rudi Herz. Mittlerweile habe sich die Zahl auf hohem Niveau eingependelt. «Viele Menschen haben Gefallen am Onlinehandel gefunden. Wir verzeichnen schon seit Jahren ein Wachstum im zweistelligen Bereich.» Speyer gilt als eine der wichtigsten Drehscheiben für Sendungen in der Rhein-Neckar-Region. Das dortige Paketzentrum der Deutschen Post ist vor allem für die Postleitzahlen 67 (Rheinland-Pfalz) sowie 68 und 69 (Baden-Württemberg) zuständig. Für das Weihnachtsgeschäft geht Herz von einen weiteren Anstieg aus. «Das Paketzentrum liegt im Schnitt bei 280 000 Sendungen täglich und ist heute schon über die Grenze von 400 000 hinaus. An den stärksten Tagen vor dem 24. Dezember erwarten wir eine halbe Million Sendungen am Tag.» Das Mehraufkommen mache sich auch in der Mitarbeiterzahl bemerkbar. «Im Schnitt haben wir in Speyer 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, jetzt liegen wir schon bei weit über 600 Mitarbeitern.»  Wegen der Zunahme könne die Post in der Vorweihnachtszeit auch abends Pakete ausliefern, sagte Herz der Deutschen Presse-Agentur. Wer wolle, dass seine Sendung rechtzeitig ankomme, sollte Päckchen und Pakete bis 19. Dezember absenden, riet Herz. «Für Briefe ist es der 22. Dezember und für jene, die Geschenke auf dem letzten Drücker versenden wollen, der 23. Dezember per Express. Bitte keine Schleife um das Paket – das könnte unsere Verteilmaschinen beschädigen.» (dpa/kwi)