Speyer: Einwegspritze in Drogeriemarkt gehörte 21-jähriger – Nach Zahnarztbesuch an der Kasse verloren – Warnungen zurückgenommen

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat die Warnungen im Zusammenhang einer gefundenen Einmalspritze in einem Drogeriemarkt in Speyer zurückgenommen. Wie es in einer Mitteilung vom Sonntag Morgen heißt, habe sich nach den Veröffentlichungen in der Presse eine Frau gemeldet, die sagte, dass sie die Spritze in dem Einkaufsmarkt verloren habe. Die 21-Jährige hatte die Spritze am Donnerstag von ihrem Zahnarzt erhalten. Sie war mit einer Substanz zur Behandlung des Zahnfleischs gefüllt. Nach dem Besuch beim Zahnarzt war die junge Frau zum Einkaufen in dem Drogeriemarkt. Beim Bezahlen und Verstauen der gekauften Waren war ihr die Spritze aus der Tasche gefallen. Der Drogeriemarkt ist ab Montag wieder geöffnet. (aktualisiert, 01.10.17, 10.00 Uhr, rk)


Ursprungsmeldung:

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz hat am Abend weitere Einzelheiten zu einem Vorfall in einem Speyerer Drogeriemarkt bekanntgegeben. Das Geschäft war am Morgen geschlossen worden. Wie die Polizei jetzt mitteilt, hatte ein Mitarbeiter des Marktes in der Wormser Landstraße eine mit Flüssigkeit gefüllte Einwegspritze im Kassenbereich gefunden. Die Belegschaft habe „vorbildlich reagiert“, die Spritze zur Seite gelegt und die Polizei verständigt. Beamte durchsuchten daraufhin das Geschäft, weitere Spritzen fanden sie aber nicht. Die Gefahrstoffgruppe der Berufsfeuerwehr Ludwigshafen analysierte den Inhalt der Spritze. Bei der Flüssigkeit habe es sich um ein Gemisch vorwiegend aus Wasser und einer weiteren, noch nicht näher bestimmten chemischen Substanz gehandelt. Details zu Zusammensetzung und Gefährlichkeit sollen sich durch eine weitere Untersuchung beim Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz ergeben.

Kunden des Marktes sollen alle Einkäufe, die sie zwischen Donnerstag, 28. September, und Samstag, 30. September, gemacht haben, auf Beschädigungen überprüfen.

Einen Zusammenhang zu dem Fall des Lebensmittel-Erpressers von Friedrichshafen sieht die Polizei nicht. Die Kriminalpolizei Ludwigshafen hat die weiteren Ermittlungen übernommen. (rk/Bild: Archiv)

ZEUGENAUFRUF

Die Kriminalpolizei bittet um Zeugenhinweise: Wer hat in dem Markt eine verdächtige Beobachtung gemacht. Hinweise an die Kriminalpolizei Ludwigshafen 0621/963-2773 oder per Email kiludwigshafen@polizei.rlp.de.