Speyer: Etat der Pfälzer Protestanten steigt auf rund 190 Mio Euro

Wegen höherer Personalausgaben steigt der Etat der Evangelischen Kirche der Pfalz bis 2020 um mehr als acht Prozent auf rund 190 Millionen Euro. Die Synode, das Kirchenparlament der evangelischen Christen, verabschiedete am Donnerstag in Speyer den Ausgabenplan für 2019 und 2020. Oberkirchenrätin Karin Kessel führte die Steigerung auf „außerordentlich hoch ausgefallene Tarifsteigerungen im öffentlichen
Dienst“ zurück. Außerdem seien zusätzliche zehn Stellen im Pfarrdienst geplant, um angehenden Theologen eine Anstellung zu ermöglichen und die demnächst anstehenden Versetzungen von Pfarrern in den Ruhestand auffangen zu können. Die Personalkosten haben 2020 einen Anteil von 58 Prozent der Gesamtausgaben. Für das kommende Jahr rechnet die Kirche mit Einnahmen von rund 122,8 Millionen Euro aus der Kirchensteuer. Sonstige Einnahmen kommen unter anderem aus staatlichen Leistungen und Erträgen aus Vermögen. Die Synodalen – 25 Geistliche und 45 Laien – wollen am Freitag über einen Bericht zur Organisationsentwicklung des Landeskirchenrates beraten und einen Stellvertreter des Kirchenpräsidenten Christian Schad wählen. Am Samstag steht eine neue Bestattungsordnung und eine Übersicht zu Bildungsmaßnahmen auf der Tagesordnung. (dpa/wg)