Speyer: Evangelische Kirche berät Haushalt

Die Evangelische Kirche der Pfalz befasst sich bei ihrer Herbst-Synode von Donnerstag bis Samstag in Speyer mit Etat- und Personalfragen. Auf dem Programm stehen unter anderem der Entwurf des Doppelhaushalts 2019/20 und die Wahl eines Stellvertreters oder einer Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten. Für Kirchenpräsident Christian Schad enthält der vorgelegte Etat mehr als nur nackte Zahlen. „Das Haushaltsbuch dokumentiert die mit den Geldern geleistete Arbeit.“ Die Kirche wolle verdeutlichen, dass sie nicht nur Konsolidierung und Sparen im Blick habe. „Wir wollen unsere Mittel für zukunftsweisende Projekte und notwendige Initiativen einsetzen“, unterstrich Schad. „Es geht bei dieser Tagung um nichts Geringeres als um die Gestaltung der Zukunft.“ Im Fokus hat die Evangelische Kirche dabei vor allem Bildungsprojekte. Der Entwurf des Doppelhaushalts sieht ein Volumen von 184,4 Millionen Euro im Jahr 2019 (2018: 174,8 Millionen) und von 189,86 Millionen Euro im Jahr 2020 vor. Den Anstieg des Haushaltsvolumens bedingen nach Angaben der Finanzdezernentin der Landeskirche, Karin Kessel, vor allem größere Personalausgaben. Die Tarifsteigerungen im öffentlichen Dienst etwa seien außerordentlich hoch ausgefallen. Kirchenpräsident Schad sagte, er sei dankbar, dass so viele Menschen mit ihrer Kirchensteuer die Landeskirche unterstützten. „So können wir das dichte Netz der Gemeindepfarrämter erhalten, die Aktivitäten der 402 Kirchengemeinden fördern, die Arbeit der Diakonie und die Aufgaben der gesamtkirchlichen Dienste tragen“, betonte er vor Beginn der Tagung. Der Synode gehören 25 geistliche und 45 weltliche Mitglieder an. Präsident ist der Kaiserslauterer Jurist Hermann Lorenz. Ihre Amtszeit beträgt sechs Jahre. (dpa/mho)