Speyer: Flüchtlingshelfer sorgen sich um Asylbewerber in Erstaufnahme-Einrichtungen

Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Corona-Pandemie haben Flüchtlingshelfer die Auflösung von Sammelunterkünften für Asylbewerber gefordert. Die Menschen in den rheinland-pfälzischen Erstaufnahme-Einrichtungen könnten die angeordneten Kontaktbeschränkungen nicht befolgen, wenn sie in Mehrbettzimmern untergebracht seien, Sanitäranlagen teilen müssten sowie vor der Essensausgabe in Schlangen anstehen müssten, berichten der Arbeitskreis Asyl und der Initiativausschuss für Migrationspolitik. Rheinland-Pfalz betreibt vier Erstaufnahme-Einrichtungen, eine davon in Speyer. Sie ist mit einer Kapazität von 1125 Plätzen die größte. Gemeinschaftsräume und Außenanlagen, die von Hunderten von Bewohnern und Bewohnerinnen gemeinsam genutzt werden müssten, machten eine Einhaltung der von Bund und Land angeordneten Kontaktbeschränkungen unmöglich, heisst es weiter. Deshalb sei eine Umverteilung auf kleinere Unterkünfte erforderlich. Nach Angaben des Integrationsministerium teilte mit, dass die gegenwärtige Lage mit Einschränkungen in vielen Lebensbereichen verbunden sei. Das betreffe auch die Belange von Asylsuchenden,  aber auch der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei den Behörden. (mho/dpa)