Speyer: Pläne für Helmut-Kohl-Allee

Zwei Monate nach dem Tod Helmut Kohls hat das Bundesarchiv in Koblenz noch keine Erkenntnisse, ob im Haus des Altkanzlers in Ludwigshafen amtliche Unterlagen aufbewahrt werden. Auf einen Vorstoß vom 21. Juni habe Kohls Witwe Maike Kohl-Richter bislang nicht reagiert, sagte ein Archivsprecher. Falls amtliche Dokumente dort wären, müssten sie dem Bundeskanzleramt zurückgegeben werden, betonte er. Für private Unterlagen gelte das nicht. Unterdessen soll in Kohls Heimatstadt Ludwigshafen eine Straße oder ein Platz nach Kohl benannt werden, teilte die Stadt mit. Die Verwaltung werde dazu einen Vorschlag erarbeiten. Mit einer Entscheidung sei im Laufe des Jahres zu rechnen. In Speyer gibt es unter anderem Pläne die Karl-Leiling-Allee durch Helmut-Kohl-Allee zu ersetzen. In Mainz wird ebenfalls diskutiert. In Koblenz könnte eine Brücke nach Kohl benannt werden. Das Grab zieht übrigens immer noch Besucher an. Der anfängliche Andrang habe aber wie erwartet nachgelassen. So ein Sprecher der Stadt. Eine in einem Baum installierte Videokamera ist zur Überwachung direkt auf das Grab gerichtet und verursachte bereits Diskussionen. Wann das Holzkreuz durch einen Grabstein ersetzt ist noch nicht bekannt. Das entscheidet die Witwe. (asc)