Speyer: Kirche verkauft Bistumshaus

Das Bistum Speyer trennt sich aus finanziellen Gründen von seinem maroden Bistumshaus St. Ludwig und der dazugehörenden Kirche. Das Haus, das 2010 wegen Mängeln bei Brandschutz und Statik geschlossen werden musste, soll verkauft werden, wie das Bistum am Montag mitteilte. Damit zerschlug sich der Plan, dass der Caritasverband in das Bistumshaus umzieht.
Die wirtschaftliche Lage des Bistums lasse einen Umbau nicht zu, sagte Bischof Karl-Heinz Wiesemann laut Mitteilung. Wegen des Bevölkerungsrückgangs gehe die Kirchensteuer in den nächsten Jahren
zurück. „Das zwingt uns dazu, auch den Gebäudebestand weiter zu reduzieren.“ Seit 2005 wurden im Bistum Speyer 113 kirchliche Gebäude verkauft.
Der Verkauf des Bistumshauses betrifft auch die Seminarkirche St. Ludwig, aus der noch ein spätgotischer Altar entfernt werden muss. Ein Großteil der ehemals 29 Mitarbeiter des Bistumshauses erhält unbefristete Anschlussverträge beim Bistum, dem Priesterseminar und anderen kirchlichen Arbeitgebern. In acht Fällen, in denen keine Perspektive für eine Weiterbeschäftigung besteht, erhalten die Betroffenen ein Abfindungsangebot.(dpa/lrs)