Speyer: Kirchentag ruft auf zur Hilfe für Flüchtlinge

Mit einem Aufruf zur Hilfe für Flüchtlinge ist der ökumenische Kirchentag in Speyer zu Ende gegangen. Das Leitwort des Treffens – „Aufstehen zum Leben“ – müsse im Alltag konkret werden, zum Beispiel im Einsatz für Flüchtlinge, sagte Pastor Jochen Wagner von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Region Südwest nach Kirchenangaben beim Abschlussgottesdienst. Dabei unterzeichneten der Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann und Kirchenpräsident Christian Schad auch einen als bundesweit einmalig bezeichneten „Leitfaden für das ökumenische Miteinander im Bistum Speyer und in der Evangelischen Kirche der Pfalz“. Darin finden sich Tipps für die Kooperation vor Ort – etwa die gemeinsame Nutzung kirchlicher Gebäude in bestimmten Fällen.

Nach Angaben der Kirchen kamen am Pfingstwochenende rund 22 000
Menschen zu dem Fest von Bistum und Landeskirche. Das Erlebte solle zur Kraftquelle werden für den weiteren Weg der Ökumene, sagte Schad. Die Polizei zählte 20 000 Besucher. Mit Blick auf die Flüchtlinge sagte Pastor Wagner beim Gottesdienst vor 4000 Menschen: „Die Erfahrung des Fremdseins und der würdige Umgang mit Fremden gehören zu unserer Tradition. Es ist unser Auftrag, für Menschen einzutreten, die dies erleben mussten und erleben.“ (dpa/wg)