Speyer: Kopf-an-Kopf-Rennen bei OB-Wahl – Stichwahl erforderlich

Erst die Stichwahl bringt am 10. Juni die Entscheidung, wer neuer Oberbürgermeister in Speyer wird. Im ersten Wahlgang schaffte keiner der vier Kandidaten auf Anhieb die absolute Mehrheit. Jetzt gehen Amtsinhaber Hansjörg Eger von der CDU mit 42,9 % und seine schärfste Konkurrentin Stefanie Seiler (42,0 %) von der SPD in den zweiten Wahlgang. Irmgard Münch-Weinmann (Bündnis 90/Die Grünen) kam auf 10,5 %, der unabhängige Busfahrer Udo Thümmel erreichte 4,6 %. Wahlberechtigt waren exakt 38 986 Speyerer, die Wahlbeteiligung lag bei 46,9 Prozent.

Um 18 Uhr schlossen die Wahllokale, gegen 19.20 Uhr lag das vorläufige Endergebnis vor. Zu diesem Zeitpunkt waren die 44 Stimmbezirke sowie die acht Briefwahlbezirke ausgezählt. Von Anfang an zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Stefanie Seiler und Hansjörg Eger ab. Seile hatte lange die Nase vorn, erst nach 48 ausgezählten Bezirken zog Eger erstmals an seiner Herausforderin vorbei.

„Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und werde in den zwei Wochen Wahlkampf bis zur Stichwahl nochmal eine Schippe drauflegen“, sagte Seiler gegenüber RNF. Auch Eger war mit dem Ergebnis des ersten Wahlgangs durchaus einverstanden. „Es war klar, dass es bei vier Kandidaten keine Entscheidung im ersten Wahlgang gibt“, sagte er. Jetzt gelte es, die Nichtwähler und die Wähler der beiden ausscheidenden Kandidaten Münch-Weinmann und Thümmel von den eigenen Positionen zu überzeugen.

Der 54 Jahre alte CDU-Mann Hansjörg Eger steht seit 2010 an der Stadtspitze. Damals ging er im zweiten Wahlgang gegen den SPD-Widersacher Markus Winterle durchs Ziel. Die 34jährige Soziologin Stefanie Seiler ist seit 2015 hauptamtliche Beigeordnete in Speyer. (mho)