Speyer: Mit der Drohne gegen Schnaken – Mückenjäger setzen auf neue Technik

Im Kampf gegen die Mücken am Oberrhein wollen die Schnakenjäger demnächst auch eine ferngesteuerte „Drohne“ einsetzen – wenn die Behörden grünes Licht geben. Das Fluggerät solle bei der Bekämpfung auf kleineren Flächen wie Regenrückhaltebecken verwendet werden und in diesen Fällen Flüge mit dem Hubschrauber überflüssig machen, sagte der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), Norbert Becker.
Vom Hubschrauber aus wird das Bekämpfungsmittel ausgebracht. Zuvor seien aber Gespräche mit den Behörden nötig, sagte Becker. Denn laut den Vorschriften dürften Drohnen nicht schwerer als 25 Kilo sein. Die Kabs wolle aber ein Gerät einsetzen, das 60 Kilo tragen könne. „Wir hoffen, dass das durchgeht.“

Weil die Mückenjäger in diesem Jahr besonders viel zu tun hatten, müssen die Kabs-Mitglieder künftig mehr bezahlen. Die Mitgliederversammlung folgte dem Vorschlag des Präsidiums, die Umlage um zehn Prozent zu erhöhen.  Zu den 98 Mitgliedern der Kabs gehören neben den Ländern
Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg Kommunen und Kreise zwischen dem Kaiserstuhl und Bingen. 2014 war laut Becker vom  Mückenaufkommen her das drittstärkste Jahr seit Gründung der Kabs.(dpa)