Speyer: Mücke als Krankheitsüberträger – Experte sieht Forschungsbedarf

Bei der Untersuchung der genauen Übertragungswege exotischer Krankheitserreger gibt es aus Sicht von Mückenbekämpfer Norbert Becker noch Forschungsbedarf. Vor dem Hintergrund, dass in Deutschland von heimischen Mücken übertragene West-Nil-Virus-Infektionen nachgewiesen wurden, müssten jedenfalls offene Wasserstellen in Gärten als Brutstätten für Haus- wie Tigermücken ausgetrocknet oder abgedeckt werden, meinte Becker, Chef der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs) in Speyer. Anders als etwa die noch relativ seltene Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sei die Hausmücke (Culex pipiens) überall. „Die kriegen wir nicht los, wir können sie nur eindämmen“, sagte Becker im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Dafür brauche man die Hilfe der Bevölkerung. Von der Regentonne über die Gießkanne zur Vogeltränke – offene Wasserstellen in Gärten seien Brutstätten für Haus- wie Tigermücken und müssten ausgetrocknet oder abgedeckt werden. Der Experte empfiehlt auch sogenannte BTI-Tabletten für Regenfässer. Der biologische Wirkstoff zerstört den Darm von Mückenlarven und tötet sie. (lsw/mj)