Speyer: Pfälzer Synode billigt Konzept für Flüchtlingshilfe

Mehr Hilfe für Flüchtlinge und ihre Helfer: Das hat die Synode der Evangelische Kirche der Pfalz bei ihrer Herbsttagung beschlossen. Dort dreht sich ansonsten viel um Personalfragen.

Speyer – Die Evangelische Kirche der Pfalz wird ihre Hilfe für Flüchtlinge bis 2020 auf jährlich rund eine Million Euro aufstocken. In diesem Jahr sind es 285 000 Euro. Bei ihrem Herbsttreffen in Speyer billigte die Landessynode am Donnerstag ein entsprechendes Konzept, das Kirchenpräsident Christian Schad im Oktober vorgestellt hatte. Es sieht unter anderem weitere Beratungsangebote für Flüchtlinge und Schulungen für ehrenamtliche Helfer vor. Um auf die wachsende Zahl der Hilfesuchenden reagieren zu können, sollen im Bereich der Flüchtlingsarbeit mehrere Stellen neu geschaffen werden.

Die Synodalen entschieden zudem, dass sechs Berufene in das Gremium aufgenommen werden, darunter die Vizepräsidentin des rheinland-pfälzischen Landtages, Barbara Schleicher-Rothmund (SPD), und der Landrat des Kreises Bad Dürkheim, Hans-Ulrich Ihlenfeld (CDU).

Auch der Integrations- und Migrationsbeauftragte der Landeskirche, Reinhard Schott, Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr, der Direktor der Evangelischen Akademie der Pfalz, Christoph Picker, und der Homburger Arzt Marcus Niewald gehören dazu. Bis zu sechs Berufungen von Vertretern unterschiedlicher gesellschaftlicher Bereiche sind möglich. Die Synode muss außerdem einen Nachfolger für Oberkirchenrat Gottfried Müller (64) wählen.

Die Synode würdigte nach Kirchenangaben auch das Engagement der Ehrenamtlichen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen. Zugleich bat sie «alle Gemeindeglieder um eine besondere Achtsamkeit gegenüber fremden Menschen, gleich welcher Herkunft und Religion», die in den Dörfern und Stadtteilen als neue Nachbarn Heimat suchten.

Synodalpräsident Hermann Lorenz hatte die Tagung mit dem Appell eröffnet, jeder Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung entgegenzutreten. Daran änderten auch die «schrecklichen Taten einiger fehlgeleiteter Täter» nichts, sagte er mit Blick auf die Terroranschläge in Paris.