Speyer: Schnaken-Bekämpfung bislang problemlos

Die Bekämpfung der Stechmücken am Rhein hat in diesem Jahr mit zwei kleineren Hochwasserwellen seit Mitte Mai
voll eingesetzt. Der wissenschaftliche Direktor der Kommunalen
Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (Kabs), Norbert
Becker, spricht von einem bisher normalen Jahr.
Nach den beiden starken Hochwasserphasen zu Beginn des Jahres habe
man noch mit einer schwierigeren Saison rechnen müssen, sagte Becker.
Durch das Hochwasser sei das von den Mittelgebirgen zum Rhein
fließende Grundwasser aufgestaut worden. Während der Schneeschmelze
in den Alpen habe der Rhein aber trotzdem lange einen mittleren
Wasserstand beibehalten, so dass die Auen nicht überflutet wurden.
In den vergangenen Tagen seien Mitarbeiter der Kabs zu Fuß und mit
einem Hubschrauber auch am baden-württembergischen Rheinufer
unterwegs gewesen, um das Bekämpfungsmittel gezielt auszubringen, das
die Larven der Schnaken tötet. Nach jeder Überflutung beginnt in den
stehenden Gewässern die Entwicklung der Mückenlarven. Die Situation
in diesem Jahr sei ähnlich wie 2017 und viel entspannter als 2016,
als eine Hochwasserwelle nach der anderen durch den Rhein gerollt
war. Sorgen mache die Zunahme von lokalen Starkregenereignissen, die
zu örtlichen Überflutungen führen, sagte Becker. (mho/dpa)