Speyer: Technik-Museum nutzt Corona-Schließung zum Frühjahrsputz

Menschen waschen sich die Hände, bei Flugzeugen hingegen werden die Flügel gereinigt: Das Technik-Museum in Speyer nutzt die Schließung während der Corona-Krise zum Frühjahrsputz. Mit einem Dampfstrahler säuberte ein Arbeiter dieser Tage etwa die riesige Boeing 747 in 20 Meter Höhe. Das einst größte Düsenflugzeug der Welt steht seit 2002 auf dem Gelände des Technik-Museums und ist ein Besuchermagnet. Es sei wohl weltweit einmalig, dass
der Frachtraum des Jumbo-Jets zugänglich sei und der linke Flügel bestiegen werden könne, sagte Museums-Sprecherin Corinna Siegenthaler. Flugzeuge würden per Dampfstrahler gereinigt, damit sie zum einen wieder sauber seien, zum anderen diene das dem Schutz und der Erhaltung. „Dreck und Taubenkot sind für die Oberflächen der
Maschinen nicht gut“, sagte Siegenthaler der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn das Museum gerade geschlossen sei, gebe es viel zu tun. „Unkraut, Staub oder Schmutz fallen immer an – egal, was in der Welt passiert.“
Arbeiter polieren die Fahrzeuge in den Hallen regelmäßig. „Da aktuell alles blüht, kommen oft Pollen oder feiner Staub in die Hallen, daher muss man jetzt sehr genau reinigen und die Fahrzeuge im Blick behalten“, betonte die Sprecherin. Schreiner und Elektriker könnten während der Schließung in Ruhe verschiedene Arbeiten verrichten. So
werde zum Beispiel am neuen Zimmer der „Lindenstraße“ gearbeitet, das Fans der eingestellten TV-Kultserie anlocken soll. „Jeder Tag bringt neue Herausforderungen“, meint Siegenthaler, „aber wir versuchen, die Zeit mit Kreativität und Einsatz zu nutzen.“ Im kommenden Jahr feiert das Technik-Museum sein 30-jähriges Bestehen. (mho/dpa)