Speyer: Verdächtiger Gegenstand in Drogeriemarkt gefunden – Ladengeschäft geschlossen – Polizei prüft Verbindung zu Lebensmittelmarkterpressungen vom Bodensee

In einem Drogeriemarkt im rheinland-pfälzischen Speyer ist es am Samstag zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Am Vormittag sei ein «verdächtiger Gegenstand» gefunden worden, sagte eine Polizeisprecherin in Ludwigshafen. Um was für einen Gegenstand es sich handelt, wollten die Beamten aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht sagen. Der Markt sei geschlossen worden, um das Sortiment zu untersuchen. «Wir müssen prüfen, ob der Fund in Zusammenhang steht mit dem Fall des Lebensmittelmarkt-Erpressers vom Bodensee», sagte die Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Ermittler hatten im Fall der Supermarkt-Erpressung mit vergifteter Babynahrung einen dringend tatverdächtigen Mann im Raum Tübingen festgenommen. Die Ermittler halten den Fall dort für aufgeklärt. Sie mahnten jedoch auch: Trotz der Festnahme sollten die Menschen beim Einkauf weiterhin vorsichtig sein. Der Erpresser hatte damit gedroht, bis Samstag 20 vergiftete Lebensmittel in Umlauf zu bringen und per E-Mail einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag gefordert. (lrs)