Speyer: Vorarbeiten für lange Sperrung der wichtigen Salierbrücke beginnen

Beton bröckelt, Stahl rostet, die Straßenschäden sind offensichtlich: Eine der bedeutendsten Verkehrsachsen der Rhein-Neckar-Region muss saniert werden. Das bringt Probleme für Berufspendler und Ausflügler. Sie trägt einen edlen Namen, ist eine wichtige Verkehrsader zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg – und gilt als Sanierungsfall: die Salierbrücke über den Rhein bei Speyer. Vom 7. Januar an laufen die Vorarbeiten für eine umfassende Renovierung des maroden Bauwerks, vom 21. Januar an wird die Verbindung dann für mehr als zwei Jahre für den Verkehr gesperrt. Trotzdem bleibt das Nadelöhr teilweise passierbar: die Behörden richten Bus-Shuttles ein, halten einen Fuß- und Radweg frei und sichern Rettungskräften im Einsatzfall ein Überqueren der Brücke zu. Nur sie besitzen dann einen Schlüssel für die geplante Schranke. Für den Individualverkehr aber gilt eine überregionale Umleitung, zum Beispiel über die nahe Autobahn A61 inklusive Seitenstreifenfreigabe am Kreuz Speyer und an der Anschlussstelle Hockenheim. Die nach dem ostfränkischen Adelsgeschlecht der Salier benannte Brücke war 1954/55 auf Fundamenten einer Eisenbahnbrücke errichtet worden. Derzeit überqueren mehr als 20 000 Fahrzeuge täglich auf ihr den Rhein. 2012 zeigte eine Untersuchung des insgesamt rund 600 Meter langen Bauwerks erhebliche Defizite in der Tragfähigkeit – die Verbindung ist derzeit weder sehr verkehrssicher, noch zukunftsfähig. Rund elf Millionen Euro nehmen die Behörden nun für die Sanierung in die Hand. Ab 21. Januar beginnt die Heidelberger Baufirma BWS, die Pfeiler und Fahrbahnen sowie den Korrosionsschutz und die Entwässerung zu verbessern. Die Organisatoren hatten im Vorfeld auch eine nur halbseitige Sperrung während der Arbeiten geprüft. Dann aber bleibe kaum Platz etwa für Rettungsfahrzeuge, heißt es. (lrs/mj)