Speyer/Würzburg: Franz Jung neuer Bischof von Würzburg

Franz Jung ist neuer Bischof von Würzburg. Er ist am Sonntag vom Bamberger Erzbischof Ludwig Schick geweiht worden. Die feierliche Zeremonie im Kiliansdom wurde von etwa 1500 Menschen begleitet. Unter den geladenen Gästen waren etwa 30 Bischöfe aus Deutschland und der Welt. Zur Bischofsweihe kamen zudem die bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Würzburgs
Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU). Zudem waren etliche Pfälzer zu der Zeremonie nach Würzburg gereist, da der in Mannheim geborene und in Ludwigshafen aufgewachsene Geistliche seit 2009 Generalvikar im Bistum Speyer war. Vor dem Würzburger Kilians-Dom sowie in der Nachbarkirche Neumünster verfolgten zudem Hunderte Menschen auf Großbildschirmen die Liturgie der Bischofsweihe. „Er heißt nicht nur Jung, er ist auch jung und dynamisch, voller Hoffnung, wie sein Wappen sagt, und voller Energie“, sagte Schick zu Beginn des mehrstündigen Gottesdienstes. Der bischöfliche Wahlspruch des neuen Bischofs lautet „spem ancoram animae“ – eine Hoffnung als Anker der Seele. Der Anker sowie der fränkische Rechen finden sich auch im Wappen Jungs wieder. Für den späten Nachmittag war eine Ansprache Jungs angekündigt worden. Der 52 Jahre alte Jung tritt die Nachfolge von Bischof Friedhelm Hofmann an, der im September 2017 von Papst Franziskus in den Ruhestand entlassen wurde. Die Weihe Jungs ist die erste Weihe eines Diözesanbischofs im Würzburger Dom seit 1924. Weil der Dom im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört wurde, mussten zwei angehende Bischöfe in eine andere Kirche ausweichen. Das Bistum Würzburg ist eines von sieben in Bayern. Mit der Amtsübernahme ist Jung der 89. Bischof von Würzburg und damit der oberste Seelsorger für etwa 755 000 Katholiken im Bistumsgebiet. (mho/dpa)