Speyer: Zwei Frauen und zwei Männer kandidieren bei OB-Wahl

Die Bürger von Speyer wählen am (morgigen) Sonntag ihren Oberbürgermeister. Gegen den seit fast acht Jahren amtierenden Amtsinhaber Hansjörg Eger (CDU) treten zwei Kandidatinnen und ein Kandidat an. Für die SPD bewirbt sich die hauptamtliche Beigeordnete Stefanie Seiler (34), eine studierte Soziologin. Die Grünen schicken die Vorsitzende der Stadtratsfraktion, die Sozialpädagogin und Justizbeamtin Irmgard Münch-Weinmann (58), ins Rennen. Einziger auswärtiger Kandidat ist der parteilose Busfahrer Udo Thümmel (61), der von der AfD unterstützt wird. Er stammt aus Ludwigshafen. Zur Wahl sind rund 39 500 Menschen aufgerufen, eine Stichwahl gilt als wahrscheinlich. Der Termin dafür wäre der 10. Juni. Im 44 Sitze zählenden Stadtrat stellt die CDU mit 15 Mandaten die
stärkste Fraktion, gefolgt von SPD (10), Grünen und der Speyerer Wählergruppe (beide 6). Die Bürgergemeinschaft Speyer und die Linke
halten jeweils zwei Sitze, FDP, Republikaner und Freie Wähler Speyer kommen auf je ein Mandat. Es „regiert“ eine große Koalition aus CDU und SPD, die allerdings durch die Wahlkampf-Konkurrenz von Eger und Seiler Risse bekam. Wahlkampfthema war neben dem Wohnraumbedarf auch die geplante Kapazitätsausweitung bei der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Speyer. Die Zahl der Plätze in der Einrichtung, die im April 403 Bewohner hatte, soll auf 1125 ausgebaut werden. (mho/dpa)