St. Martin: Friedhof im Weinberg geplant

Als erster Ort in der Pfalz will die Gemeinde St. Martiim kommenden Jahr einen Friedweinberg eröffnen – Urnenbestattungen sind dann auf einem parkähnlichen Areal mit Rebstöcken direkt neben dem jetzigen Friedhof möglich. „Die Nachfrage nach alternativen Bestattungsformen hat zugenommen – nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land“, sagt Ortsbürgermeister Timo Glaser. Zwei Drittel der Trauerfeiern seien Urnenbeisetzungen. „Da wollen wir etwas anbieten, das zu St.Martin passt“, erzählt der CDU-Politiker vor dem Volkstrauertag am 17. November, „und was könnte das Besseres sein als ein Weinberg?“ Noch gleicht das Gelände eher einer ungemähten Wiese. Aber Glaser hat eine klare Vorstellung, wie das Areal aussehen soll. „Gestalterisch gehen wir in Richtung einer Parkanlage“, schildert der 35-Jährige. „Ein Friedhof ist heute ja nicht mehr nur ein Ort der Bestattung, sondern gerade für die ältere Generation oft auch ein Treffpunkt zum Erzählen“, meint Glaser. Bis zu 125 000 Euro wolle die Gemeinde in die Hand nehmen. Die Umsetzung ist mit einer Landschaftsarchitektin aus Baden-Württemberg geplant.(mf/lrs)