Staatsanwalt: Hintergründe zur Gasexplosion nach Ostern

Über die Ursache der Gasexplosion von Ludwigshafen wird die Staatsanwaltschaft Frankenthal erst nach Ostern informieren. Es stehe noch ein zentrales Gutachten aus, mit dem vorher nicht mehr zu rechnen sei, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber. „Es wird noch ein bisschen dauern.“ Bei der Explosion einer Gasleitung war am 23. Oktober ein 58 Jahre alter Arbeiter getötet worden, ein zwei Jahre jüngerer Kollege starb später im Krankenhaus. 22 Menschen wurden verletzt. Der Sachschaden ging in die Millionen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Brandstiftung und fahrlässigen Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Arbeiter einer hessischen Baufirma hatten im Auftrag der Firma Gascade die Leitung freilegen sollen, an der bei einer Kontrolle Unregelmäßigkeiten festgestellt worden waren. „Letztlich geht es uns darum, wie konnte es zu dieser Explosion kommen und wer ist – gegebenenfalls – dafür verantwortlich“, sagte Ströber. Es sei nicht ausgeschlosssen, dass es sich um ein reines Unglück handele. Es müsse aber auch gefragt werden, ob die Explosion hätte vermieden werden können. dpa/feh