Steinfeld/Mainz: Kurt Beck kritisiert CDU nach Thüringen-Debakel

Der im südpfälzischen Steinfeld lebende frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck hat Vorschläge der CDU in der Thüringen-Krise scharf kritisiert. Der ehemalige SPD-Chef äußerte sich empört über die Forderung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer, SPD oder Grüne in Thüringen sollten nun einen Kandidaten für das Ministerpräsidentenamt vorschlagen. „Jetzt weiter tricksen zu wollen und SPD und Grünen den Schwarzen Peter zuschieben zu wollen zeigt: Die CDU hat nichts gelernt aus dem, was sich diese Woche in Thüringen abgespielt hat“, sagte Beck in einem Zeitungsinterview. Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich war am Mittwoch mit Stimmen von CDU und AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt worden. Die maßgebliche Rolle der AfD löste einen Sturm der Entrüstung aus. Kemmerich stellte am Donnerstag seinen Rückzug in Aussicht. Bislang ist unklar, wie es nun in Thüringen weitergeht. (mho/dpa)