Storchenfest in Bornheim – Trockenheit und Hitze schaden Tieren nicht

Trockenheit und Hitze haben den Störchen in der Pfalz nach Angaben des Storchenzentrums in Bornheim nicht geschadet.
„Da sie in sehr warmen Regionen überwintern, sind sie höhere Temperaturen gewohnt“, sagte Leiterin Jessica Lehmann. Ein Storch
schwitze zudem nicht im herkömmlichen Sinne. „Bei enormer Hitze öffnen sie den Schnabel und verschaffen sich Abkühlung, wenn sie ähnlich wie ein Hund hecheln.“ Viele Störche ruhten sich in der Mittagshitze aus und seien eher am Morgen und am Abend aktiv.
Lehmann zufolge befinden sich derzeit 29 Storchennester in Bornheim. „Etwa drei Nester hatten dieses Jahr keine erfolgreiche Brut oder ihre Jungen verloren“, sagte die Lehrerin für Biologie und Deutsch. Auf das Abenteuer Fliegen bereiten sich derzeit 56 Jungstörche vor. Beim Storchenfest am (heutigen) Sonntag in Bornheim stand erneut die Auswilderung der Adebare auf dem Programm. Dass der Ort mit rund 1500 Einwohnern bei Störchen beliebt ist, liegt auch an der Queich, einem Nebenfluss des Oberrheins. Auf den Wiesen findet sich viel Nahrung. Träger des Storchenzentrums ist die vor mehr als 20 Jahren ins Leben
gerufene Aktion PfalzStorch, die eine zentrale Rolle bei der Wiederansiedlung der Tiere spielt. Anfang der 1970er Jahre galt der
Weißstorch in Rheinland-Pfalz bereits als ausgestorben. (dpa/rcs)