Streit um Lehrerstellen in Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Kultusministerium hat die Kritik des Landesschülerbeirats an der geplanten Streichung von Lehrerstellen bis 2020 zurückgewiesen. Die Unterrichtsversorgung an den öffentlichen Schulen hätte sich im Vergleich zum letzten Schuljahr landesweit verbessert, hieß es aus dem Ministerium am Freitag in Stuttgart. Wegen des Rückgangs der Schülerzahl und der hohen Neuverschuldung, müsse sich das Kultusministerium aber an den Einsparungen beteiligen. Nach Auffassung des Vorsitzenden des Landesschülerbeirats, Christian Stärk, ist die Berechnung der 11 600 Lehrerstellen aber fragwürdig. „Es wird riskiert, dass Schulen unterbesetzt sind“, warnte Stärk mit Blick auf die Pläne der Landesregierung. Stärk sagte am Donnerstag, dass eine Kalkulation von Schülerzahlen über einen so langen Zeitraum nicht möglich sei. Schon jetzt würde sich zeigen, dass die Prognosen nicht zuträfen. dpa/ lsw