Stuttgart: Neuer Anlauf für Schulfrieden

SPD-Landeschef Nils Schmid startet einen neuen Anlauf für einen Schulfrieden in Baden-Württemberg. Nach Angaben des Südwestrundfunks unterbreitete Schmid den
Parteichefs von Grünen, CDU und FDP per Brief ein Gesprächsangebot. Eltern, Schüler und Lehrer dürften nicht immer wieder verunsichert werden, wie es in Baden-Württemberg in der Schulpolitik weitergehe. Vielmehr sollten sie auf verlässliche Schulstrukturen vertrauen können, zitiert der Sender aus Schmids Schreiben.  Dabei nenne Schmid vier Ausgangspunkte: Die Grundschulempfehlung werde nicht wieder eingeführt und die Gemeinschaftsschule als neue Schulform akzeptiert. Die Realschule bekomme eine Existenz- und Entwicklungsperspektive. Und die Gymnasien behielten ihre starke Stellung im Schulsystem. Als Termin für die Gespräche über einen möglichen Schulfrieden nannte Schmid den 13. Dezember. Vor einem Jahr hatte Schmid bereits einen Schulkonsens zwischen Regierung und Opposition angeregt, der damals an den unterschiedlichen Positionen scheiterte. Am Donnerstag hatte Kultusminister Andreas Stoch (SPD) ein großes Konfliktthema zwischen Regierung und Opposition ausgeräumt: Er verkündete, dass die Realschulen 500 Lehrerstellen mehr erhalten als bislang geplant. Damit hat sich Grün-Rot nun deutlich zu dieser Schulart bekannt. dpa/feh