SV Sandhausen: Heimsieg gegen Löwen

Der SV Sandhausen hat sich am 12. Spieltag der 2. Bundesliga gegen den TSV 1860 München mit 3:2 (1:2) durchgesetzt und damit den vierten Saison-Sieg gefeiert. „Was die Mannschaft von der 46. Minute bis zum Schluss gezeigt hat, davor ziehe ich meinen Hut“, sagte SVS-Chefcoach Kenan Kocak, „das war eine richtig gute Leistung, eine richtig gute Reaktion. Aufgrund der zweiten Halbzeit kann man von einem verdienten Sieg sprechen“.

Die Hausherren im Hardtwaldstadion legten einen Blitzstart hin: Bei seinem Startelfdebüt ließ sich Julian Derstroff schlanke 15 Sekunden Zeit, um das Leder zum 1:0 im Tor der Münchner Löwen unterzubringen. In der intensiven Begegnung verstanden sich die Gäste aus der bayrischen Landeshauptstadt gleichwohl auf die passende Antwort. In Folge einer Ecke kam der Ball zu Ivica Olic, der zum 1:1 (12.) verwandelte. Wiederum nach einem Eckstoß war es erneut Olic, der das Spielgerät knapp am von SVS-Schlussmann Marco Knaller gehüteten Gehäuse vorbeisetzte (29.). Auf der Gegenseite köpfte Andrew Wooten eine Flanke von Lucas Höler ein, doch Schiedsrichter Dr. Robert Kampka hatte eine Abseitsstellung erkannt – eine äußerst knappe Entscheidung. Dann brachte Michael Liendl eine Löwen-Ecke herein, die Sascha Mölders verlängerte und Felix Uduokhai am zweiten Pfosten zum 1:2 (43.) über die Linie drückte. „Das frühe Tor hat uns nicht gut getan. Wir haben nicht das gezeigt, was wir uns vorgenommen haben“, sagte Kocak.

Im zweiten Spielabschnitt legte Thomas Pledl einen Freistoß für Wooten ab, der den Ball mit zu viel Rückenlage Richtung Tor beförderte (56.). Der SVS befand sich immer besser im Spiel, ehe zunächst Höler eine Pledl-Ecke per Seitfallzieher aufs Löwen-Tor brachte und Daniel Gordon im Nachfassen auf 2:2 (64.) stellte. Zwar unterbrach Florian Neuhaus die SVS-Drangphase mit einem Schuss, den Knaller reaktionsschnell entschärfte (69.), jedoch legten Kapitän Stefan Kulovits und Co. gewinnbringend nach: Eine Eingabe von José Pierre Vunguidica der Marke Bogenlampe landete schließlich genau vor Wooten, der die lange Ecke anvisierte und sich mit dem 3:2 (73.) bedankte. Da die Elf von Trainer Kosta Runjaic das Risiko erhöhen musste, boten sich dem SVS weitere Gelegenheiten. Wooten traf das Außennetz (82.), während die Versuche von Romuald Lacazette (85.) und Olic (88.) Keeper Knaller vor keine größeren Probleme stellten. Beinahe hätte Kulovits den vierten Sandhäuser Treffer erzielt, als der zur Ecke aufgerückte 1860-Torwächter Jan Zimmermann seinen Kasten verwaist zurückgelassen hatte – dem SVS-Kapitän fehlte nach dem Sprint über drei Viertel des Platzes jedoch die Justierung (90.+2). (mab/wg)