SV Sandhausen: Heimsieg gegen VfB Stuttgart – Gomez kritisiert Videobeweis

Der SV Sandhausen hat im baden-württembergischen Duell in der 2. Fußball-Bundesliga gegen den VfB Stuttgart gewonnen. Die Nordbadener schlugen am Sonntag die Schwaben vor heimischer Kulisse mit 2:1 (2:0) und gewannen damit zum fünften Mal in der laufenden Saison.  Aziz Bouhaddouz (1. Minute/24.) erzielte die beiden Tore für die Gastgeber. Der Stuttgarter Silas Wamangituka traf in der 89. Minute per Elfmeter zum Anschluss, nachdem der Videoassistent auf ein Handspiel im Strafraum aufmerksam gemacht hatte. Die dritte Auswärtsniederlage des VfB in Serie verhinderte der Treffer aber nicht. Zuvor hatte Robert Kempter im Kölner Keller gemeinsam mit den Linienrichtern seinen Anteil am Frust bei den Gästen. Den Schwaben wurden gleich drei Treffer von Mario Gomez (11./45.+3/71.) aberkannt, weil der Ex-Nationalstürmer jeweils knapp im Abseits gestanden hatte. Entsprechend schlecht war Gomez nach der Partie auf den Videobeweis zu sprechen. „Ich war schon ein Freund davon, weil ich dachte, es wird gerecht. Aber für uns Stürmer ist es eine Katastrophe“, sagte er bei Sky. „Das System wie es ist, ist einfach scheiße““, monierte Gomez. Jedes Mal habe ihm der Schiedsrichter auf dem Platz gesagt, es seien nur wenige Zentimeter seines Körpers im Abseits gewesen. Er stellte infrage, ob so knappe Entscheidungen mit den vorhandenen Kameras und insbesondere in kleinen Stadien wie dem in Sandhausen wirklich zweifelsfrei getroffen werden könnten. Der Schiedsrichter auf dem Platz könne nichts dafür, meinte Gomez. Er sei aber froh, dass der größte Teil seiner Karriere vorbei sei „und ich nicht mehr zehn  Jahre damit spielen muss“. DEr SV Sandhausen hält mit dem Dreier den Kontakt zur Spitzengruppe und rangiert nach 15 Spieltagen und mit 21 Punkten auf Platz 6 der Tabelle. (dpa/wg)