SV Sandhausen: Kenan Kocak beurlaubt – Machmeier: „Brutal schwere Entscheidung“

Der SV Sandhausen hat auf die sportliche Krise reagiert und Trainer Kenan Kocak mit sofortiger Wirkung freigestellt. „Leider sind in dieser Saison die verdienten Erfolge ausgeblieben. Daher möchten wir der Mannschaft einen neuen sportlichen Impuls geben“, sagte Präsident Jürgen Machmeier laut Vereinsmitteilung vom Montagabend und bedankte sich bei Kocak für dessen Arbeit der vergangenen beiden Jahre. Der SV Sandhausen steht nach neun Spieltagen mit nur einem Sieg und insgesamt fünf Punkten tief im Tabellenkeller der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Krise begann bereits Anfang des Jahres. Seither gelangen in 24 Spielen nur vier Siege. Der letzte Heimsieg liegt mehr als neun Monate zurück. Am Sonntag verlor Sandhausen auch durch zwei späte
Gegentore 1:3 beim FC St. Pauli. Danach gab es bereits Kommentare der Vereinsführung, die auf eine bevorstehende Trennung von Kocak hindeuteten. „Für uns alle ist heute ein schwarzer Tag und es war eine brutal schwere Entscheidung“, sagte Machmeier. „Leider hat sich die Mannschaft in dieser Saison bisher zu wenig für ihre Auftritte belohnt. Die oft guten Leistungen haben sich zu selten in den Ergebnissen widergespiegelt. Ich bin mir aber sicher, dass die Jungs bald wieder in die Erfolgsspur finden werden, wenn sie so weiterarbeiten“, sagte Kocak laut Mitteilung.

Er hatte den Verein im Juli 2016 als Nachfolger von Alois Schwartz übernommen und trotz vieler Widrigkeiten zu den Plätzen zehn und elf geführt. Auch Vereine aus der Bundesliga hatten den Mannheimer schon auf dem Zettel. Co-Trainer Gerhard Kleppinger, Torwarttrainer Daniel Ischdonat und
Athletik-Trainer Dirk Stelly leiten die kommenden Einheiten in der Länderspielpause. Wer Kocak als Cheftrainer folgt und im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt am 19. Oktober auf der Bank sitzt, ist offen. Sandhausen geht nach dpa-Informationen von einer raschen Nachfolgeregelung aus. (dpa/wg)