SV Sandhausen: „Mit breiter Brust nach Darmstadt“

Sechs Wochen lang haben sie geackert, geschuftet und geschwitzt: Jetzt wird sich zeigen, was die Plackerei in der Saisonvorbereitung wert war: „Wir freuen uns auf den Start in die dritte Saison der zweiten Bundesliga und hoffen gleichzeitig auf eine sorgenfreie Saison“, bringt Sandhausens Trainer Alois Schwartz die Befindlichkeiten am Hardtwald auf den Punkt. Das erste Spiel bei Darmstadt 98 nötigt ihm Respekt, aber keine Angst ab. „Wir fahren mit breiter Brust und dem nötigen Selbstvertrauen nach Darmstadt, obwohl uns beim Aufsteiger sicherlich ein heißer Tanz erwarten wird“. Das Böllenfalltor, versehen mit einer neuen Rasenheizung und auch mit einem neuen Rollrasen, fast rund 16.000 Besucher. Nach Lage der Dinge dürfte diese Zahl nicht ganz erreicht werden.

Noch vor zwei Wochen hat es danach ausgesehen, als ob der SVS personell aus dem „Vollen“ schöpfen könnte. Zwischenzeitlich ist das „Lazarett“ allerdings auf sechs Akteure angewachsen. Nicht dabei sein werden Nicky Adler, Kevin Kratz, Daniel Schulz, Lukas Kübler, Marc Pfertzel und Ranisav Jovanovic, wobei Alois Schwartz Kevin Kratz noch nicht ganz abgeschrieben hat.

Das Kernziel der Kurpfälzer: So schnell als möglich die magischen 40 Punkte erreichen. Zuletzt gelang dies am 28. Spieltag. „Wenn wir das wiederholen können, haben wir sehr viel erreicht“, blicken Schwartz und Geschäftsführer Otmar Schork optimistisch in die Zukunft, „denn unsere Hausaufgaben haben wir erledigt“. Der Geschäftsführer stellte zudem fest, „dass bei uns immer noch eine gewisse Aufbruchstimmung herrscht. Das Nachwuchsförderzentrum ist im Entstehen, es gab einen neuen Rasenplatz und letztendlich wird das Hardtwaldstadion auf 15.300 Zuschauer ausgebaut“. Das gibt ein Schmuckstück, schwärmt Otmar Schork. Binnen weniger Wochen wurden zwei neue Tribünen errichtet, was einer Meisterleistung gleicht.

Mehr Besucher als bisher jedenfalls können also die Heimpremiere des SV Sandhausen am 2. Spieltag gegen den 1.FC Kaiserslautern verfolgen, auch wenn die neue INWO-Tribüne auf der Gegengerade vielleicht noch nicht ganz bezogen werden kann. Eine weitere Begehung in dieser Woche mit DFL, Polizei, Gemeinde und weiteren Behördenvertreter hat ergeben, dass die beiden Stehblöcke auf der INWO-Tribüne (C1 für die Heimbesucher und B2 für Gästebesucher) benutzt werden können. Auf den Betzenberg gingen deshalb weitere 1.200 Stehplatzticket, nach dem von den 1.700 Karten in B1 vom Anfang der Woche nahezu alle vergriffen sind. Ob es für die Gästefans auch noch Sitzplatzkarten in B3 der INWO-Tribüne geben wird, entscheidet sich voraussichtlich am Mittwoch. (sim/wg)