SV Sandhausen: Trainer gesucht / Schork „zuversichtlich“

Der SV Sandhausen ist guter Dinge, bald einen neuen Trainer präsentieren zu können. “ Seit Freitag Abend bin ich aktiv. Ich bin zuversichtlich“, sagte Geschäftsführer Otmar Schork in der Pressekonferenz nach dem Auftakttraining am Sonntag, das nach dem plötzlichen Wechsel von Chefcoach Alois Schwartz zum 1.FC Nürnberg von U23-Trainer Kristjan Glibo und Schwartz‘ bisherigem Co-Trainer Gerhard Kleppinger geleitet wurde. Das Profil sei klar: Der Nachfolger müsse gleichermaßen mit jungen Talenten und erfahrenen Akteuren umgehen können. Kompakt müsse die Mannschaft stehen und das „schnelle Umschaltspiel“ beherrschen, so Schork – das sei die „Handschrift“, die die Verantwortlichen am Hardtwald erwarten. Saisonziel des kleinsten Zweitligisten ist wie schon in der Vergangenheit der Klassenerhalt.

Zum jetzigen Zeitpunkt einen neuen Fußball-Lehrer zu finden, sei trotz allem eine „Herkulsesaufgabe“. Es gebe vereinslose Trainer, solchen, die unter Vertrag stehen (Schork: „Ich tue mich schwer damit, bei solchen Vereinen jetzt anzufragen…“) und natürlich die interne Lösung. Letztere würde auf Gerhard Kleppinger oder Kristjan Glibo hinauslaufen. „Es wird keinen Schnellschuß geben“, wiederholte Schork, was er bereits am Samstag im Gespräch mit RNF angekündigt hatte.

Und der Blick auf Alois Schwartz und sein Abgang kurz vor knapp? Im Oktober 2015 habe man seinen Vertrag bis 2018 verlängert. Das Interesse von Darmstadt 98 und dem 1.FC Kaiserslautern im Frühjahr – alles okay, so Schork. Schwartz habe aber Ende Mai („Deadline“) per Handschlag versichert, dass er bleiben werde. Jetzt die Entscheidung pro Nürnberg: „Was sind Verträge noch wert?“, kommentierte Schork abschließend. (plo/wg)