SV Sandhausen will mit Neu-Trainer Schiele Negativtrend stoppen

Der neue Trainer Michael Schiele dämpft vor seinem ersten Auftritt mit dem SV Sandhausen die Erwartungen. «Wir haben nicht viel Zeit», sagte der 42-Jährige am Freitag und wies darauf hin, dass er im Vorfeld nur zwei Trainingseinheiten mit dem Fußball-Zweitligisten absolvieren wird. Der frühere Würzburger war am Donnerstag als Nachfolger von Uwe Koschinat verpflichtet worden und wird am Samstag daheim gegen den FC Erzgebirge Aue (13.00 Uhr/Sky) seine Premiere feiern. Nur 48 Stunden nach seiner Vertragsunterzeichnung geht es für den SVS darum, nach fünf sieglosen Spielen und dem Absturz auf Tabellenplatz 15 die Wende einzuleiten. Allerdings spricht die Formkurve für die Sachsen, die drei Mal nacheinander nicht verloren haben. «Michael ist unsere Wunschlösung, weil er in seiner bisherigen Zeit als Trainer herausragende Arbeit abgeliefert hat», sagte der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca: «Er hat in Würzburg mit geringen Mitteln eine Aufstiegsmannschaft geformt, das spricht für sich.» Schiele war mit den Würzburger Kickers im Sommer in die 2. Liga aufgestiegen, nach drei Niederlagen in den ersten drei Pflichtspielen dieser Saison hatten sich die Kickers aber von ihm getrennt. In personeller und taktischer Hinsicht wird Schiele seine Mannschaft nur punktuell verändern. «In der Mannschaft steckt Qualität und eine Menge Erfahrung. Wir wollen künftig wieder kompakter stehen, aber auch das Offensivspiel nicht vernachlässigen», erklärte Schiele bei seiner Vorstellung die ersten Ansatzpunkte. Tim Kister wird nach seiner Knie-Operation weiter ausfallen, auch Alexander Esswein ist aufgrund von Wadenproblemen noch keine Option. (dpa/kwi)