SV Waldhof: DFB legt Berufung ein im Punktestreit

Der DFB hat im Rechtsstreit mit dem SV Waldhof Mannheim wegen der Aussschreitungen beim Relegations-Rückspiel im Mai 2018 Berufung eingelegt gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurts. „Der Richterspruch des Landgerichts Frankfurt deckt sich nicht mit unserer Rechtsauffassung. Deshalb haben wir Berufung eingelegt“, bestätigte DFB-Vize-Präsident Rainer Koch dem Mannheimer Morgen. Im Gegenzug beantragt der Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest eine Zwangsvollstreckung des Urteils.

Die Rücknahme der Strafe, so der Vorsitzende Richter bei der Verkündung am 20. März 2019, sei „vorläufig vollstreckbar“. Bedeutet: Dem SVW können die Punkte wieder zugesprochen werden. Weil der DFB in Berufung geht und auf hart macht, wollen sich die Blau-Schwarzen die drei abgezogenen Zähler so rasch wie möglich zurückholen. Das geschieht, wenn der SVW 100 000 Euro für die Gerichtskosten hinterlegt. In der kommenden Woche werde das passieren, so Pressesprecher Domenico Marinese.

Ob die Blau-Schwarzen die Punkte überhaupt benötigen zum Aufstieg, ist mehr als fraglich – 12 Punkte beträgt sechs Spieltage vor Saisonende der Vorsprung an der Spitze des Classements auf Verfolger Saarbrücken. Waldhof-Trainer Berhard Trares plagen deshalb ganz andere Sorgen: Er kann und will die vorzeitigen Gratulationen zur Meisterschaft nicht hören. (wg)