SV Waldhof Mannheim: Die Lage vor dem ersten Punktspiel – Am Montagabend gegen Viktoria Köln

Für den Ligastart mit dem SV Waldhof Mannheim hat sich der neue Trainer Patrick Glöckner sicher eine bessere
Ausgangslage gewünscht. Nicht nur zwei Corona-Fälle trüben die Stimmung beim Fußball-Drittligisten, auch der immer noch zu kleine Kader sorgt für eine gewisse Unsicherheit nach zuletzt turbulenten Wochen. Dennoch glaubt der 43-Jährige daran, die Waldhöfer im zweiten Jahr in der Dritten Liga weiter etablieren zu können. „Uns hilft im Moment jeder Tag“, sagte Glöckner vor dem Auftakt gegen den FC Viktoria Köln.

Da trifft es sich gut für die Kurpfälzer, dass die Heimpartie erst am Montag (19.00 Uhr) stattfindet. Immerhin gab es zuletzt gute Nachrichten vom städtischen Gesundheitsamt. Seit dem vergangenen Samstag waren Verteidiger Jesper Verlaat und Mittelfeldspieler Max Christiansen in häuslicher Quarantäne, nachdem es beim SVW zwei positive Corona-Fälle gegeben hatte. Nachdem das komplette Team im Anschluss zweimal negativ getestet wurde, hob die Behörde die häusliche Isolation am Freitag auf. Beide Profis konnten dadurch wieder ins Training einsteigen und stehen auch gegen Köln zur Verfügung.

Es gibt aber noch andere Problemzonen für den Nachfolger von Bernhard Trares: eine ist die geringe Breite des Kaders, der nur 22 Spieler umfasst. Geplant waren ursprünglich 27. Dazu kommen einige verletzte Akteure wie Kapitän Marcel Seegert oder dessen Stellvertreter Marco Schuster. „Es ist nicht ideal, wir können im Training kein ‚Zehn gegen Zehn‘ spielen, um Automatismen einzuüben“, erklärte Glöckner. Besonders im Sturmzentrum fehlen ihm Alternativen. Mit Dominik Martinovic steht nur ein Spieler zur Verfügung, der sich in der Mitte wohl fühlt, die Suche nach klassischen Mittelstürmern blieb bislang ohne Erfolg.

Insgesamt haben die Mannheimer einen großen Umbruch hinter sich. Bei der 1:2-Niederlage im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten SC Freiburg, als die Nordbadener eine ordentliche Leistung zeigten, standen sieben Neuzugänge in der Startelf. Das erschwert die Aufgabe des neuen Trainers, die großen Fußstapfen seines Vorgängers auszufüllen. Denn Aufstiegscoach Trares war im Umfeld des Traditionsvereins beliebt und schaffte mit seiner Mannschaft in der vergangenen Saison beinahe den Durchmarsch in die 2. Bundesliga.

„Wir möchten uns verbessern“, sagte Glöckner – wohlwissend, dass die Bedingungen nicht ideal sind. In den ersten Wochen überzeugte der Frankfurter mit seiner offenen und kommunikativen Art die Kritiker rund um den Club. Nun bedarf es aber auch eines ordentlichen Starts in die Saison, um die nervösen Fans wirklich zu beruhigen. (mho/dpa)