SVS: Heimnimbus futsch

Der SV Sandhausen hat am 13. Spieltag der 2. Bundesliga erstmals im Stadion am Hardtwald verloren. Die Truppe von Trainer Alois Schwartz musste sich mit 1:2 (1:1) dem RB Leipzig beugen. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert“, sagte er vor allem vor dem Hintergrund der 120 Pokalminuten vergangenen Mittwoch gegen Heidenheim.

Mit einem sehenswerten Konter gingen die Hausherren mit 1:0 (27.) in Führung. Aziz Bouhaddouz bediente Moritz Kuhn, Kuhn spielte zu Bouhaddouz zurück, ehe der Ball im Netz zappelte. Die Führung währte allerdings nicht lange. „Der Pfiff kam aus heiterem Himmel. Ich denke, man kann darüber streiten, es war eine 50:50-Stituation“, sagte Schwartz über das vemeintliche Handspiel von Denis Linsmayer. Gleichwohl ließ sich Dominik Kaiser die Chance vom Elfmeterpunkt aus nicht entgehen und verwandelte den Handelfmeter zum 1:1 (31.).

Schwartz hatte aber noch mehr Grund zum hadern. „Kurz vor dem 1:2 haben wir die Möglichkeit durch Kuhn“, sagte der SVS-Trainer in Anpspielung auf die 67. Minute, als es dem Mittelfeldspieler, von Bouhaddouz auf die Reise geschickt, nicht gelang, den Leipziger Keeper Fabio Coltorti zu überwinden. Auf der anderen Seite köpfte Yussuf Poulsen eine Eckballhereingabe brandgefährlich aufs SVS-Gehäuse und zwang Torhüter Marco Knaller zu einer Glanztat. Am zweiten Pfosten stand allerdings Marcel Halstenberg goldrichtig und drückte den Ball vollends zum 1:2 (74.) über die Linie.

Sandhausen nahm nochmals Herz und Beine in die Hände – eine Ergebniskorrektur war Stefan Kulovits und Co. aber nicht mehr vergönnt. „Es tut weh, wenn du durch eine Standardsituation verlierst. Aber insgesamt bin ich nicht unzufrieden“, sagte Schwartz. Die Leipziger übernahmen mit dem siebten Saisonsieg die Tabellenführung, der SVS bleibt auf Rang sieben. (mab/wg)