SVS: Nullnummer im badischen Derby

Der Karlsruher SC ist im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga wieder auf den Relegationsrang vorgerückt. Mit dem leistungsgerechten 0:0 im badischen Derby beim SV Sandhausen blieb der KSC am Freitag zum elften Mal nacheinander ungeschlagen, ließ aber auch zwei wichtige Punkte liegen und verpasste den Sprung auf Platz zwei. Darmstadt 98 kann am Sonntag schon mit einem Remis wieder an Karlsruhe vorbeiziehen. Sandhausen blieb mit der Punkteteilung zum vierten Mal in Serie ohne Niederlage.

„Wir sind den größten Teil des Spiels der Musik hinterhergelaufen. Wir können mit dem Punkt zufrieden sein“, sagte KSC-Torwart Dirk Orlishausen. Die Mannschaft habe keinen Druck, ein Aufstieg wäre nur ein „Zubrot“, erklärte er. Sportdirektor Jens Todt hatte das Ziel 1. Bundesliga vor dem Anpfiff jedoch bekräftigt. Sandhausens Stürmer Andrew Wooten ärgerte sich derweil darüber, dass er nach einem Zweikampf mit Philipp Max (88.) keinen Strafstoß zugesprochen bekam. „Für mich war das ein ganz klarer Elfmeter“, erklärte Wooten. Rund 7000 KSC-Fans unter den 12 136 Zuschauern im Hardtwald-Stadion machten die Partie für die Gäste zu einem gefühlten Heimspiel, dennoch sorgte Sandhausens Lukas Kübler mit einem Schuss an den Außenpfosten für den ersten Aufreger (7.). Erst nach der Pause übernahm Karlsruhe die Regie und setzte die Gastgeber unter Druck. Doch die Defensive des SVS stand sicher und ließ nur wenige Chancen zu. Die beste für den KSC vergab Enrico Valentini, als er aus kurzer Distanz knapp am langen Eck vorbeizielte (85.). Auf der anderen Seite hatte der KSC Glück, dass er bei einem Freistoß von Kevin Kratz an
die Latte (73.) und Wootens Kopfball (86.) nicht noch verlor. / dpa