Team Rio: Pferd verletzt – Hanne Brenner sagt Teilnahme an den Spielen ab

Für Hanne Brenner sind die Paralympischen Spiele vorbei, bevor sie begonnen haben. Wie die Dressurreiterin mitteilt, hat sich ihr 11 Jahre alter Wallach Kawango („Kiwi“) am Bein verletzt. „Es ist nichts wirklich Schlimmes, aber er muss die nächsten zwei Wochen geschont werden. Er wird sich wohl in der Box selbst mit dem Huf ans Bein geschlagen haben, was z.B. beim Wälzen durchaus mal passieren kann“, schreibt die 53-Jährige. Das Wohl des Pferdes stehe über allem, daher sei es „am wichtigsten, dass er sich richtig auskuriert und keine Folgeschäden davon trägt! Insofern gab es keine Alternative zu der Entscheidung, nicht zu fahren.“ Auf gepackten Kisten zu sitzen und nicht fahren zu können, tue „verdammt weh“, gibt die Ausnahme-Athletin einen tiefen Einblick in ihr eigenes und in das Seelenleben von Trainerin Dorte Christensen. „Richtig blöd ist der Zeitpunkt! Es ist einfach zu spät, um irgendwas zu tun!“

Am Mittwoch sollte der Vorbereitungslehrgang in Frechen beginnen, am Freitag wollten sie ins Flugzeug nach Rio steigen. Für Hanne Brenner, Mitglied im Team Rio der Metropolregion Rhein-Neckar und sechsfache paralympische Medaillengewinnerin, sollten es nach Sydney, Athen, Peking und London die fünften Spiele ihrer Karriere werden. Die Spiele der behinderten Sportler beginnen am 7. September. (wg)