TSG: Vorweihnachtsstimmung in Hoffenheim – BVB vor der Brust

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat sich die TSG 1899 Hoffenheim selbst mit drei wichtigen Punkten beschert und in Feierlaune gebracht. Das 2:0 (0:0) am Dienstagabend bei Aufsteiger 1. FC Union Berlin beendete eine mehrwöchige Durststrecke der Kraichgauer in der Fußball-Bundesliga gerade rechtzeitig, bevor es am kommenden Freitag gegen Borussia Dortmund geht. Danach ist Weihnachtspause. „Wir sind natürlich glücklich. Ich glaube, dass wir vergangene Woche mehr verdient hatten, zu gewinnen. Wir waren heute nicht besser, aber haben das Spiel sehr gut angenommen“, erklärte Coach Alfred Schreuder. Den letzten Sieg feierte sein Team am 8. November. Danach holten die Hoffenheimer in vier Partien nur noch einen Punkt. Auch beim kecken Aufsteiger sah es zunächst nicht gut für die Gäste aus. Mit der Wucht und dem körperbetonten Spiel der Berliner hatte die TSG über weite Phasen arge Probleme. Zudem schien sie die brodelnde Stimmung in der Alten Försterei erst einmal zu lähmen. „Das Spiel hat riesig Spaß gemacht. Die Atmosphäre hier ist schon etwas Besonderes“, erklärte der starke TSG-Torwart Oliver Baumann. Nach einer längeren Eingewöhnungsphase waren dann auch seine Teamkollegen bereit, nahmen den Kampf an und nutzten ihre Schnelligkeitsvorteile. Das zahlte sich aus. Ihlas Bebou (56. Minute) brachte die Gäste in Front, Christoph Baumgartner (90.+1) sorgte für den Endstand. „Wir wussten, was hier auf uns zukommt und dass es kein schönes Spiel werden wird. Wir wollten die drei Punkte und haben unser Ding 90 Minuten durchgezogen“, sagte Bebou. „Nach den vergangenen Spielen ist der Auswärtssieg sehr schön für uns, da wollen wir nun drauf aufbauen.“ Durch den Dreier hat Hoffenheim nun 24 Punkte auf dem Konto. Viel Zeit zum Feiern blieb allerdings nicht, denn bereits am Freitagabend kommt es im letzten Spiel vor Weihnachten zum Duell mit Dortmund. Auch wenn der BVB sich aktuell in starker Verfassung befindet und mit einem Erfolg die Meisterschaftschancen erhalten will, stehen die Vorzeichen für Hoffenheim nicht schlecht. Schon öfter erwies sich die TSG als Stolperstein. Am 16. Dezemer 2012 verloren die Gastgeber letztmalig daheim gegen den BVB. Danach gab es einen Sieg und fünf Unentschieden. Kann Hoffenheim diese Serie halten, steht einem fröhlichen Jahreswechsel wohl nichts im Wege. (lsw/mj)