Universitäten: Theresia Bauer will Promotionsverfahren reformieren

Stuttgart (dpa/lsw) – Im Kampf gegen Plagiate bei Doktorarbeiten will die Landesregierung die Promotionsverfahren an den Hochschulen überarbeiten. «Wir können nicht hinnehmen, dass Verstöße gegen die gute wissenschaftliche Praxis das Ansehen der Wissenschaft weiter beschädigen», sagt Ministerin Theresia Bauer (Grüne) dem «Spiegel». So sollen Professoren bei der leistungsorientierten Mittelvergabe nicht mehr dafür belohnt werden, wenn sie viele Doktoranden betreuen. Außerdem wolle das Wissenschaftsministerium die Hochschulen anhalten, dass nicht mehr der betreuende Professor allein über die Annahme eines Kandidaten zur Promotion entscheidet, sondern ein «kollegial besetztes Hochschulorgan».

Baden-Württemberg ist dem Bericht zufolge das erste Bundesland, das mit einer Reform der Promotionsverfahren auf die Plagiatsskandale der vergangenen Jahre reagiert.