Fuchsbuckel-Prozess: Raser wegen Mordes zu langjähriger Strafe verurteilt

Im Prozess nach einem tödlichen Unfall auf dem südhessischen Autobahn-Parlplatz Fuchsbuckel wurde der angeklagte 19-Jährige wegen Mordes zu sechs Jahren und vier Monaten Haft verurteilt. Die Richter am Landgericht Darmstadt bewerteten die Tat als Mord. Im Dezember 2018 soll er auf der Flucht vor der Polizei auf dem Parkplatz mit seinem Wagen in das parkende Auto einer Familie gerast sein. Dabei wurde die Frau aus Düsseldorf getötet, ihr damals zehnjähriger Sohn überlebte schwer verletzt. Die Staatsanwaltschaft hielt dem deutschen Angeklagten vor, er habe mit der Flucht Straftaten wie Fahren ohne Führerschein verdecken
wollen. Sie forderte wegen Mordes eine Jugendstrafe von neun Jahren Haft. Die Verteidigung plädierte auf fahrlässige Tötung und nannte kein Strafmaß. Ihr Mandant habe sich und sein 17 Jahre altes Auto überschätzt, so die Anwälte. dpa/feh