Urteil: Prozess um Gasexplosion in Harthausen

Im Prozess um die Gasexplosionen von Harthausen fällt vor dem Frankenthaler Landgericht das Urteil. Insgesamt 17 verletzte Feuerwehrleute, ein Millionenschaden und ein vorübergehend evakuierter Ort: Die Gasexplosion von Harthausen bei Speyer hat am 28. September 2013 ihre Spuren in der Kommune hinterlassen.Heute spricht das Landgericht Frankenthal das Urteil über den mutmaßlichen Verursacher, einen wegen versuchten Mordes angeklagten 41-Jährigen. Der Schrotthändler aus Mittelfranken soll auf dem Gelände eines Gashändlers Feuer gelegt haben, um sich an dem Mann und dessen Tochter – seiner Ex-Freundin und -Geschäftspartnerin – zu rächen. Es kam zu Explosionen, bei denen die Wehrleute verletzt wurden und großer Schaden an Häusern in der Umgebung entstand. Die Staatsanwälte haben eine lebenslange Haftstrafe für den Mann
gefordert, der bislang geschwiegen hat. Seine Anwälte plädieren auf Freispruch. Sie vermissen Beweise. Die Anklage basiert weitgehend auf dem Geständnis einer 27 Jahre alten Mitangeklagten. Sie hat ausgesagt, sie habe dem Schrotthändler beim Feuerlegen geholfen. Die Frau soll nach dem Willen der Staatsanwaltschaft drei Jahre und neun
Monate ins Gefängnis. Ihre Anwälte plädieren auf ein Jahr weniger. Sehen Sie dazu einen ausführlichen Bericht in RNF-Life. feh