Verkehrschaos in Karlsruhe und der Südpfalz: Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe gesperrt

UPDATE 16:00 Uhr: Die Brücke ist wieder frei! Wie die Polizei aktuell mitteilt, handelte es sich bei der Ladung nicht um Kohlenwasserstoff, sondern um ein weniger gefährliches Erdgaskonzentrat.

Ursprungsmeldung:

Noch bis mindestens 15:30 Uhr ist die Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe voll gesperrt. Der Straßenverkehr zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ist an diesem Übergang zum Erliegen gekommen. Gegen Mittag wurde dort ein Lastzug angehalten, dessen Auflieger undicht war. Der Lastzug ist nach Angaben der Polizei mit hoch entzündlichem Kohlenwasserstoff beladen. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich großräumig abgesperrt, unter anderem auch die B10/Südtangente in Karlsruhe (Foto: Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg).

 

 

Der Lastzug soll nun zu einer Raffinerie transportiert werden, wo die Ladung fachgerecht umgeladen werden soll. Die Rheinbrücke ist derzeit weder von Autos, noch von Zügen oder Radlern befahrbar. Auch Fußgänger haben keinen Zutritt. Die Polizei bittet Reisende, den Großraum Karlsruhe zu meiden und die Rheinbrücken in Germersheim oder Speyer zu nutzen.

In einer Pressemitteilung forderten die CDU-Politiker Martin Brandl (MdL Südpfalz) und Dr. Thomas Gebhart (MdB) am Nachmittag:

„Die Landesregierungen von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz müssen unverzüglich ihre Blockade- und Verzögerungstaktik zur zweiten Rheinbrücke bei Wörth aufgeben. Die grün-rote und die rot-grüne Landesregierung müssen jetzt endlich eine klare Entscheidung für die zweite Rheinbrücke treffen. Wir erwarten jetzt klare Aussagen der beiden Ministerpräsidenten Dreyer und Kretschmann, ob ja oder nein. Die Zeit für Ausflüchte ist vorbei.“

Die Vollsperrung der Rheinbrücke zeige einmal mehr, wie unverantwortlich es sei, das Projekt zweite Rheinbrücke zu verzögern. Tausende Pendler hätten zig Kilometer zusätzliche Umwege fahren müssen. Die Planfeststellungsverfahren sollten zügig zu Ende gebracht werden und das Baurecht für die zweite Rheinbrücke hergestellt werden. Die heutige Situation habe einmal mehr gezeigt, wie verwundbar die ganze Region ohne eine zweite Rheinbrücke ist, zumal auch der Bahnverkehr zum Erliegen kam. (rk)