VfR: Zweiter Sieg in Serie

In der ersten Halbzeit war zu spüren, dass hier zwei Mannschaften aufeinandertrafen, die sich vor allem aufgrund ihrer defensiven Fähigkeiten in der oberen Tabellenhälfte der Verbandsliga aufhalten. Hüben wie drüben wollte der Angriffsmotor nicht warmlaufen, da der finale Ball in die Spitze unterbunden wurde oder die Hereingaben humorlos geklärt werden konnten. Für die 204 Zuschauer im Rhein-Neckar-Stadion war dies beileibe kein Leckerbissen. Nach zehn Minuten gab es die erste gute Tormöglichkeit für Eppingen. Ausgangspunkt war ein blau-weiß-roter Fehlpass im Mittelfeld, den die Gäste mit schnellem Umschaltspiel auch bestrafen wollten, allerdings segelte Alexander Rudenkos Kopfball, trotz verheißungsvoller Position, am Tor vorbei. Rudenko war es auch, der in der 38. Minute mit einem guten Distanzschuss für ein wenig Gefahr sorgte. Bessere Möglichkeiten gab es in den ersten 45 Minuten nicht zu vermelden, da auch die Rasenspieler in der Offensive wenig Druck erzeugten und mit der Vielzahl an Freistößen nicht viel anfangen konnten. Ein flacher Eckball von Sahin Aygünes, den Georgios Roumeliotis am langen Pfosten nur knapp verpasste, war da schon gefährlicher (30.). Der personelle Aderlass im Mannheimer Offensivbereich konnte zunächst nicht retuschiert werden, dafür erspielte man sich einfach zu wenig Chancen. Umgekehrt ließ die Brecht-Elf hinten aber auch nichts zu und bestätigte einmal mehr den Aufwärtstrend, der bereits in den vorherigen Wochen zu beobachten war. Das 0:0 zur Pause war folgerichtig. Eppingen wirkte insgesamt zielstrebiger, schaffte es jedoch nicht, die Heimmannschaft ins Schwimmen zu bringen

In der zweiten Halbzeit war es unter anderem das glückliche Händchen des Cheftrainers, welches dazu beitrug, dass der VfR doch noch in die Siegerstraße abbog. Die zeitgleichen Hereinnahmen von Max Denefleh, Ayhan Sabah und Nick Huller erwiesen sich als goldrichtig, da alle drei Akteure das Spiel belebten und dafür Sorge trugen, dass die Gäste zunehmend unter Druck gerieten. Plötzlich war Kombinationsfußball bei den Quadratestädtern zu erkennen, der auch Zug zum gegnerischen Gehäuse aufwies. Maßgeblich daran beteiligt waren die drei eingewechselten Akteure. Doch zunächst konnte noch ein Schuss von Sabah sauber zur Ecke geblockt werden (64.). Zu unfairen Mitteln musste der VfB aber greifen, als Denefleh nach dieser fälligen Ecke den Ball eroberte und im gegnerischen Strafraum gelegt wurde. Den fälligen Elfmeter setzte Harun Solak jedoch knapp am linken Torpfosten vorbei (65.). Die Gäste hatten sich vom Spiel allerdings noch nicht abgemeldet und versuchten ihrerseits, einen Auswärtssieg zu landen. Eine von der rechten Seite aus geschlagene Flanke landete beim völlig blank stehenden Tolga Kilic, der mit seinem Kopfball Marcel Lentz zu einer Glanztat zwang (71.). Zweifelsohne war dies die größte Chance der Pfeiffer-Truppe im gesamten Spiel, da auch die ansonst tadellose blau-weiß-rote Abwehrreihe in dieser Szene unsortiert war.

Das erlösende 1:0 fiel schließlich 10 Minuten vor Ende der regulären Spielzeit. Bereits in Kirchfeld konnte beobachtet werden, dass der VfR nach Eckbällen deutlich mehr Gefahr ausstrahlt, als noch einige Wochen zuvor. Und auch in dieser Partie war zu erkennen, dass der Gegner Schwerstarbeit verrichten musste, um diese zu klären. Max Deneflehs Hammer, und den daraus resultierenden Führungstreffer, konnte aber niemand verhindern. Dieser bekam nach einer Ecke den zweiten Ball und haute das Leder aus der Distanz in die Maschen.

Wer sich darauf einstellte, dass die Rasenspieler anfangen, mit Mann und Maus die Führung über die Zeit zu retten, wurde eines Besseren belehrt. Direkt nach dem Führungstreffer wechselte Uli Brecht mit Bartosz Franke einen zweiten Stürmer ein, der ein paar Minuten später den Sack zumachte. Zu einem großen Teil ging das 2:0 aber auch auf das Konto von Nick Huller, der Franke von der rechten Seite mustergültig bediente. Der Angreifer nahm den Ball an und schob das Spielgerät ins kurze Eck ein. Auch beim 3:0 konnte Nick Huller einen weiteren Scorerpunkt für sich verbuchen, indem er nach einer kurz getretenen Ecke abermals eine gute Flanke in den Eppinger Strafraum schlug und Georgios Roumeliotis diese nutzte, um zum Endstand einzunicken. (Text: VfR / mk)